Die britische Erfolgsband Radiohead mischt auch weiterhin mit unkonventionellen Methoden und Ansätzen den Musikmarkt auf. Jüngstes Beispiel ist das aktuelle Musikvideo der Band, das ab heute, Montag, 17 Uhr auf der Entwicklerplattform von Google zu finden ist. Der Clip zum Song “House Of Cards” aus dem aktuellen Album “In Rainbows” setzt dabei auf einen völlig neuartigen Ansatz.
So wurden etwa für die Produktion des Videos keinerlei Kameras verwendet und auf jegliche Form von Licht verzichtet. Zur Visualisierung der eigenen Musik verlässt sich Radiohead stattdessen auf zwei neue Informatik-Technologien, die mithilfe von Laser-Scan-Verfahren Licht so einfangen, dass detaillierte 3D-Darstellungen von aufgezeichneten Objekten und der umliegenden Umgebung wiedergegeben werden können.
Ermöglicht wurde das “House Of Cards”-Musikvideo durch den Einsatz zweier neuer Technologien aus dem Informatikbereich. Erstere trägt den Namen Geometric Informatics und beschreibt ein Scan-System, welches strukturiertes Licht von Objekten einfängt und so deren Rekonstruktion in Form von dreidimensionalen, detaillierten Lichtbildern erlaubt. Die zweite eingesetzte Methode nennt sich Velodyne Lidar System. Hier drehen sich 64 Laser rund 900 Mal pro Minute um die eigene Achse und zeichnen dabei jedes kleinste Detail des Geschehens in der näheren Umgebung auf.
Ein sehr spannendes Projekt wie ich finde. Der Gedanke ein Video nur mit Hilfe von Lasern zu produzieren ist schon sehr innovativ. Um den innovativen Ansatz weiter zu verbreiten, will die Band die für die Entstehung des Videoclips benötigten Daten auch den eigenen Fans zugänglich machen. Diese können dann das bestehende Datenmaterial verändern und somit ihre eigenen kurzen Videoclips produzieren. Willkommen im Web 2.0!
Das Making-of “House of Cards”




























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